Referenzen


SiC-Ultrafiltrationsanlage

Für ein Schwimmbad mit 36 m³ Volumen wurde eine neuartige, vollautomatische Filtrationsanlage auf Basis der Ultrafiltrationstechnik entwickelt und installiert.

Anstelle von Polymer- oder herkömmlichen Keramikmembranen wurden Membranen aus Siliziumkarbid verwendet, welche deutlich weniger empfindlich sind, hohe Durchflussraten erlauben und auch ohne Flockung betrieben werden können. Dadurch lässt sich eine einfachere Abwägung zwischen Beschaffungs- und Betriebskosten erzielen. Die Rückspülung und chemische Reinigung der Membranen erfolgen automatisch anhand des Filterwiderstandes.

pH, Redox und bei Bedarf Chlorkonzentration werden über einen digital angebundenen Transmitter erfasst. Dadurch sind zusätzliche Messdaten verfügbar und abnormale Betriebszustände wie eine verschmutzte Sonde können frühzeitig erkannt werden. Anhand der Messdaten erfolgt eine Dosierung von Chlorbleichlauge und Schwefelsäure.

Eine umrichtergesteuerte Pumpe erlaubt es, alle Prozesszustände mit minimalen Wirkungsgradverlusten mit nur einer Pumpe zu betreiben. Die Durchflussrate und der Druck an Saug-, Druckseite sowie nach dem Filter werden erfasst und die Regelung erfolgt nach konstantem Durchfluss mit Druckbegrenzung. Dadurch wird die Filterleistung optimiert und Schäden an der Anlage durch Überdruck oder Kavitation vermieden.

Die Heizung des Schwimmbadwassers wurde von uns ebenfalls in die Steuerung integriert. Da bei hohem Wärmebedarf der bestehende Heizkessel eventuell nicht die notwendige Wärmemenge liefern konnte, wurde auch dieser in die Automatisierung integriert. Dadurch konnten wir eine Prioritisierung des Wärmebedarfs einrichten und den Kessel bei hohem Bedarf vorsteuern, bevor die Temperatur im Heizkreislauf absinken konnte.

Alle Prozesse werden von einer Siemens S7-1500 Steuerung gesteuert und die Prozessdaten werden kontinuierlich in eine Datenbank erfasst. Dies erlaubt eine einfache Optimierung der Betriebsparameter wie Rückspüldauer oder erforderliche Flussraten.

Servo-Hochdruckreiniger

Entwicklung und Konstruktion eines mobiler, umrichtergesteuerten Hochdruckreinigers auf Basis der Siemens S120-Plattform, insbesondere für die Rohrreinigung.

Mittels Drehzahlregelung mit Drehmomentbegrenzung ist eine stufenlose Anpassung des Durchflusses möglich und der aktuelle Betriebszustand wird stets angezeigt.

Der Hochdruckreiniger reagiert ohne Verzögerung bei der Betätigung und benötigt keine Entlastungskomponenten im Hochdrucksystem.

Schutzfunktionen verhindern ein Trockenlaufen oder Überlast der Pumpe.

Das System ist offen und erweiterbar und kann anstelle von 400 V-Drehstrom auch an anderen Netzarten oder den Batteriebetrieb angepasst werden.

Vernetzung eines Standortes mit IT und dezentraler Automatisierungstechnik

Über eine Fläche von ca. 8.000 m² mussten räumlich verteilte Bereiche automatisiert sowie ein Netzwerk für Nutzer bereitgestellt werden.

Mithilfe von effektiver Planung und der Nutzung von Access Points und Switches von Ruckus konnten wir den gesamten Bereich ohne Verlegung von neuen Leitungen versorgen.

PROFINET-Teilnetzwerke werden jeweils mit einem eigenen Access Point verbunden, welche als Bridge konfiguriert ist. Damit die Layer-2-Kommunikation auch über WLAN gewährleistet ist, werden alle Teilnetzwerke per VXLAN transparent zu einem Gesamtnetzwerk zusammengefasst.

Die Authentifizierung und Authorisierung der WLAN-Teilnehmer erfolgt per 802.1x. Dadurch ist eine Segmentierung des Netzwerkes ohne Mehraufwand möglich. Für Geräte ohne 802.1x-Unterstützung wird das Dynamic Pre-Shared-Key-Verfahren (DPSK) verwendet, wodurch eine gleichwertige Segmentierung mit nur einer weiteren SSID erreicht werden kann.